Der alte Zustand
Plus-Kunden konnten den Checkout früher über eine eigene Template-Datei bearbeiten. Damit ließ sich fast alles bauen: eigene Schritte, individuelle Felder, umgeschriebene Abläufe. Der Preis dafür war hoch, nur merkte man ihn erst später. Jede Anpassung war eine Baustelle, die bei jedem Plattform-Update erneut geprüft werden musste. Und weil der Checkout die empfindlichste Stelle im Shop ist, waren Fehler dort teurer als anderswo.
Was sich geändert hat
Shopify hat diesen Weg beendet und durch definierte Erweiterungspunkte ersetzt. Statt eine Datei zu überschreiben, hängen du deine Ergänzungen an vorgesehene Stellen: oberhalb der Zusammenfassung, unter dem Versandblock, auf der Bestätigungsseite. Die Bausteine dafür heißen Checkout UI Extensions, die Logik dahinter läuft über Shopify Functions.
Der Umstieg lief über zwei Etappen: Zuerst fielen die Anpassungen an den eigentlichen Checkout-Schritten weg, danach die an der Bestätigungs- und Statusseite. Wer heute neu baut, kennt den alten Zustand ohnehin nur aus Erzählungen.
Was heute möglich ist
- Zusätzliche Felder, etwa für eine Bestellnummer des Kunden oder einen Lieferhinweis
- Hinweise und Vertrauenselemente an definierten Stellen
- Zusatzverkäufe im Checkout und auf der Bestätigungsseite
- Eigene Rabatt-, Versand- und Zahlungslogik über Functions
- Prüfungen, die eine Bestellung blockieren, wenn eine Bedingung nicht erfüllt ist
Was nicht mehr geht
Ein vollständig eigener Bestellablauf. Wer aus einem selbst gehosteten System kommt und dort einen mehrstufigen Checkout mit eigener Logik gebaut hat, wird diesen nicht eins zu eins übertragen können. Auch das Umsortieren des kompletten Aufbaus ist nicht vorgesehen.
Für die meisten Händler ist das kein Verlust. In der Praxis waren viele der alten Anpassungen ohnehin Symptome: Ein Feld hier, ein Hinweis dort, weil ein Prozess im Hintergrund nicht sauber gelöst war. Wer das Grundproblem behebt, braucht die Sonderlocke meistens nicht mehr.
Was das für dein Projekt bedeutet
Wenn du einen Umzug zu Shopify planst und dein heutiger Checkout Besonderheiten hat, gehört dieser Punkt an den Anfang der Prüfung, nicht ans Ende. Wir schauen uns dabei immer drei Dinge an: Welche Felder werden wirklich gebraucht, welche Logik hängt daran, und lässt sich das über Functions abbilden.
Lautet die Antwort auf die letzte Frage nein, ist das ein ernstzunehmendes Signal. Dann kann ein System mit vollem Zugriff auf den Bestellprozess die bessere Wahl sein – wir sprechen das offen an und arbeiten in dem Fall auf unserer Shopware-Seite weiter.
Unsicher, ob deine Checkout-Anforderungen auf Shopify abbildbar sind? Schilder uns kurz, was passieren soll. Anfrage stellen